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Urlaub in Andalusien, der Heimat des Flamencos.

Andalusien

Andalusien ist die südlichste Region Spaniens, die nach Norden von den Regionen Extremadura und Kastilien-La Mancha, im Nordosten von der Region Murcia und im Westen vom Atlantik begrenzt wird. Im Süden und Osten grenzt Andalusien an das Mittelmeer. Mit einer Fläche von mehr als 87.000 qkm ist Andalusien die zweitgrößte Provinz Spaniens, insgesamt leben hier ca. 7 Millionen Einwohner.

Der Reiz Andalusiens besteht für viele Reisende auch heute noch unverändert in der schönen bergigen Landschaft, dem überall anzutreffenden maurischen Kulturgut mit vielen kleinen weißen Dörfern, dem Flamenco, dem Stierkampf, einer einzigartigen Farbenpracht und nicht zuletzt der unbändigen Lebensfreude seiner liebenswerten Einwohner. Vielfach werden diese Attribute von Kritikern als klischeehaft bezeichnet, aber nichtsdestotrotz kennzeichnen sie die Mentalität und Atmosphäre der Region.

Andalusien trägt eine einzigartige Geschichte in sich, die sich in vielen Facetten widerspiegelt. Es gab im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Invasoren, deren unterschiedliche Einflüsse auch heute noch vielfach anzutreffen sind. Egal ob Phönizier, Römer, Westgoten oder Mauren - alle haben ihre Spuren hinterlassen. Jahrhunderte der Besatzung durch die Mauren und die Vermischung mehrerer Kulturen haben eine herausragende eigene Kunst und Architektur hervorgebracht, die sich von allen anderen in Europa unterscheidet. Bauwerke wie die Moschee - die Mezquita - von Cordoba, die Alhambra von Granada und die Giralda von Sevilla sind die beeindruckendsten Dokumente. Überall in der Region werden in den Werkstätten noch maurische Techniken eingesetzt. Auch in der Landwitschaft werden zum Teil noch heute die bereits von den Mauren angelegten Bwässerungssysteme und Wasserräder genutzt. Überall in Andalusien mischen sich heute die maurischen mit den spanischen Einflüssen. Zwei bedeutsame Städte haben zu jeweils unterschiedlichen Epochen die halbe Welt beherrscht: Cordoba im 10. Jahrhundert und Sevilla im 16./17.Jahrhundert, die eine als Zentrum des Islams, die andere als Metropole des Handels mit den amerikanischen Kolonien. Feinste Renaissance, üppig-sinnlicher Barock und heroischer Verfall geben den eleganten Städten ihr Gepräge.

Die meisten Urlaubsreisenden nehmen bei einem Besuch Andalusiens in erster Linie die Küsten des Mittelmeers wahr. Andalusien bietet aber auch an anderer Stelle wunderschöne und beeindruckende Landstriche, wie die weite Atlantikküste mit ihren traumhaft schönen Sandstränden oder die ausgedehnten Feuchtgebiete in Küstennähe. Das Landesinnere ist geprägt durch zerklüftete Bergketten mit Kiefern-, Korkeichen- oder Olivenwäldern. In der Sierra Nevada erheben sich die Berge auf über 3000 Meter und sind auch im Sommer mit Schnee bedeckt. Ebenfalls typisch für Andalusien sind die vielen sanften Hügel, die mit Reben, Getreide oder Olivenbäumen bedeckt sind. Fast 17 % der gesamten Fläche Andalusiens sind heute zu Nationalparks oder Naturschutzgebieten erklärt worden.

Hauptanziehungspunkt für die meisten Urlaubsgäste ist aber das herrliche, subtropische Klima Andalusiens mit über 300 Sonnentagen und 3000 Sonnenstunden im Jahr. Der Küstenabschnitt Costa del Sol zählt zu den sonnenreichsten Küsten in ganz Europa. Beliebtestes Ziel der Urlauber ist dadurch auch die Costa del Sol mit ihren verschiedenen Urlaubsorten, die es in Punkto Hotel- und Freizeitangebot an nichts vermissen lassen. Es ist kaum vorstellbar, daß fast alle Orte vor einigen Jahren noch kleine Fischerdörfer waren. Das Meer eignet sich hervorragend für alle Wassersportarten und auch an Land gibt es jede Menge Freizeitmöglichkeiten. Eine der Trendsportarten überhaupt ist das Golfen in Andalusien. Mittlerweile gibt es über 50 - zum Teil international bekannte - Golfplatzanlagen in Andalusien.

Trotz der hervorragenden Urlaubsbedingungen an den Küsten, sollte man bei einem Besuch Andalusiens auf jeden Fall auch einmal das Hinterland erkunden, denn der Süden Spaniens bietet auch wenig überlaufene Sehenswürdigkeiten und spektakuläre, aber kaum bekannte Naturdenkmäler. Auf verhältnismäßig kleiner Fläche findet sich eine enorme landschaftliche Vielfalt: von der regenreichsten Region Spaniens in der Sierra de Grazalema bis zu den Halbwüsten Almerias, von der subtropischen Mittelmeerküste bis zum ewigen Schnee in der Sierra Nevada, von der größten spanischen Tiefebene am Guadalquivir bis zum höchsten Berg der Iberischen Halbinsel, dem Mulhacen. Die Bade- und Wassersportmöglichkeiten sind nicht nur an den Hauptorten der Costa del Sol paradiesisch, abseits der vielbesuchten Badeorte gibt es wunderschöne Felsbuchten, kaum besuchte Sandstrände und faszinierende Küstenlandschaften zu entdecken. Und nicht zuletzt empfiehlt sich - nicht nur für kulturinteressierte Urlauber - auch ein Besuch der wunderschönen Städte wie Sevilla, Cordoba oder Granada mit ihren faszinierenden Gebäuden, den vielen Sehenswürdigkeiten und dem typischen, frohen andalusischem Lebensstil.