San Fernando an der Costa de la Luz
San Fernando
San Fernando wird im Volksmund "die Insel" (La Isla) genannt, da es eine Art weißer Hügel ist, der von Salinen und dem Meer umgeben ist. Phönizier, Tartesser und Karthager gingen der Kolonialisierung durch die Römer voraus, die in San Fernando die Grundlagen für seine heutigen Pracht zurückliessen. Damals begann sich das Dorf dank der landwirtschaftlichen Ausbeutung und der Industrie des Fischeinsalzens zu entwickeln. Mit der Invasion der westgotischen Barbaren verwandelt sich das Hoch unter den Römern in ein Tief, aus dem San Fernando erst wieder herauskommt, als die Mauren das Land erobern.
Mit dem königlichen Erlass von Carlos III. wird es zur unabhängigen Stadtgemeinde. San Fernando baut 1773 sein Rathaus und darin ist die Bibliothek des Admirals Lobo untergebracht. Mehr als sechstausend Werke wurden von diesem Wohltäter gespendet. Im 18. Jahrhundert wird auch das "Arsenal de la Carraca" gegründet - Dank der strategischen Situation der Insel - und es wird am Ende des Jahrhunderts Marinestützpunkt für astronomische Beobachtungen. Mit der napoleonischen Invasion wird 1810 der Regierungsrat gegründet, und im Gebäude des "Teatro Comico" treffen sich die Mitglieder des ersten Hofes, bevor sie 1813 nach Madrid ziehen, um dem Ort San Fernando den Titel einer Stadt zu verleihen. Die Schiffbauindustrie in dieser Stadt hat ihre wirtschaftliche Achse neben der Fischerei mit der Salzgewinnung aus den Salinen, und neuerdings mit den Fischzuchten verstärkt. Der Tourismus ist ein weiterer, großer Pfeiler auf den sich die örtliche Wirtschaft stützt. Es gibt ausgezeichnete Standanlagen, wie die Bahia Sur und die natürlichen Strände.
Aus dem künstlerischen Erbe sollten folgende Gebäude erwähnt werden: das Castillo de San Romualdo (islamischen Ursprungs, aus der Zeit vor dem 13. Jahrhundert), el Puente Zuazo (auf römischen Fundamenten gebaut), die Capitania Genera (heute Hauptquartier der Marinedivision der Meerenge), der "Palacio Municipal" (im neoklassischen Stil, mit Bibliothek und historischem Museum), und die Burg von Sancti-Petri (ehemaliger Tempel des Herkules, mitten im Meer).