Ski fahren in Norwegen: Hemsedal und Lillehammer
Wintersport in Norwegens Skigebieten
Bangen die Skigebiete in den Alpen jedes Jahres aufs Neue, ob die weiße Pracht denn auch in ausreichenden Mengen fallen wird, müssen sich die norwegischen Skigebiete in punkto Schneesicherheit kaum Gedanken machen. Auch kilometerlanges Schlangestehen an den Liften gehört an den Wintersportanlagen der sympathischen Skandinavier nicht zum Skialltag. Gut so, denn so bleibt mehr Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, und mittels Skiern und Snowboard die bestens präparierten Pisten zu genießen. Aufgrund ihrer nördlichen Lage und garantiertem Schneefall ab Dezember, müssen die Wintersportareale nicht so hoch liegen, wie in den Alpen. Viele von ihnen befinden sich auf Lagen zwischen 300 und 1000 Höhenmetern, die längsten Abfahrten bringen es bis auf sieben Kilometer.
Die bekanntesten Skigebiete Norwegens liegen in einem Radius von zwei Stunden rund um die Hauptstadt Oslo, die via Fähre (z.B. mit der Reederei Color Line) oder dem Flugzeug aus von Deutschland aus zu erreichen ist. Sicherlich jedem ein Begriff ist die Olympiastadt Lillehammer, in der 1994 die Winterspiele veranstaltet wurden. Die Siedlung am Nordufer des Mjøsa-Sees besitzt gleich zwei Skizirkusse. Skeikampen ist ein äußerst familienfreundliches Areal mit breiten Abfahrten und schnellen Liften, das auf 21 Pistenkilometern 17 verschiedene Strecken bietet. Größer und daher eher für ambitionierte Fahrer geeignet ist Hafjell, wo 1994 die Wettbewerbe im Slalom und Riesenslalom ausgetragen wurden. Die längste Abfahrt erstreckt sich hier über sieben Kilometer (Gesamtgröße Skigebiet: 33 Kilometer), insgesamt vier schwarze Pisten warten darauf, von den Cracks geknackt zu werden. Neu ist die vorletzte Saison in Betrieb genommene Gondelseilbahn, die die Wintersportler auf höchst komfortable Art über 2,5 Kilometer von 195 auf 783 Meter über N.N. befördert. Besonders attraktiv: nahezu alle Ferienunterkünfte liegen nicht weniger als ein paar Minuten von den Liften entfernt.
Jung, trendy und spritzig präsentiert sich Hemsedal, das östlich von Lillehammer zwischen 640 und 1450 Metern Höhe liegt. Rund um den Jahreswechsel dreht sich hier alles um Ski, Snowboard, Tiefschnee fahren, Snowkiten oder Snowmobiltouren. Das skandinavische Skizentrum zählt nicht weniger als 48 Pisten, die sich im auf 19 grüne, zwölf blaue, neun rote und acht schwarze Abfahrten verteilen. Mit den 21 lokalen Liften können pro Stunde 28.500 Personen befördert werden. Extra für Snowboarder gibt es zwei Snowparks mit eignem Lift, die sich jeweils an Anfänger und fortgeschrittene Fahrer wenden. An vier Tagen in der Woche hält das Schneevergnügen besonders lange an, wenn die beleuchteten Pisten bis 21 Uhr geöffnet haben.
Die meisten Unterkünfte in Hemsedal liegen in unmittelbarer Nähe zum Skizentrum, bei vielen handelt es sich um Appartements oder Ferienhäuser. Von hier aus ist auch der Weg zum Aprés-Ski nicht weit. Die Wochenend-Partys in der Experten Sportsbar und dem berüchtigten Hemsedal Café sind in Norwegen legendär und nicht nur zum Jahreswechsel ein echter Publikumsmagnet.



