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Ausflugstipps auf Menorca. Sehenswürdigkeiten.

Ausflugstipps auf Menorca

Menorca ist voller Zeugen verschiedener Epochen, von den zahlreichen Ruinen vorrömischer Zivilisation bis hin zu mittelalterlichen Gebäuden. Dies zeigt die wichtige Rolle, die die Insel trotz ihrer geringen Größe und der unmittelbaren Nachbarschaft zur großen Schwester Mallorca stets gespielt hat. Dementsprechend findet der Besucher auf ihr eine große Zahl von Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen, die von charismatischen Städten und Dörfern über landschaftliche Kleinode bis hin zu gewichtigen Schauplätzen der (Vor-)Geschichte reichen.

Schon früh war Menorca ein Ort intensiver menschlicher Aktivitäten. Wegen der vielen Lichter, die sie an der Küste beobachteten nannten die Phönizier die Insel "Nura". Anderthalb Jahrtausende lang schuf die talayotische Zivilisation auf Nura ein "Steinernes Imperium", absorbierte griechische und phönizische Einflüsse und koexistierte mit der antiken Supermacht, die 123 v. Chr. die Insel in ihr Reich einverleibte: den Römern. Dabei hinterließ sie zahllose Überreste ihrer Kultur, die durch Grabungen freigelegt wurden und heute erste Einblicke in das Leben einer Zivilisation bieten, die uns noch immer Rätsel aufgibt. Orte großer Bedeutung, die besichtigt werden können, sind unter anderem: die Totenstätte Naveta des Tudóns, die Kultstätte Torralba d’en Salort sowie die Siedlung Torre d’en Galmes. Weiteren Aufschluss über die Urbevölkerung Menorcas aus der Bronzezeit geben das Stadtmuseum Ciutadella sowie das Museu de Menorca in Mahón.

Ciutadella und die Inselhauptstadt Mahón sind die Zentren der Insel im Westen und Osten. Während Mahón sehr von der englischen Besatzungszeit geprägt ist und britische sowie menorquinische Lebens- und Architekturstile vereint, versteht sich Ciutadella als Bewahrerin der Inseltraditionen. So findet hier auch alljährlich eines der größten Feste der Balearen statt, die Fiesta de San Juan, in der die inseleigene Pferderasse die Hauptrolle spielt. Neben den beiden großen Städten verfügt die Insel über eine Menge weiterer charismatischer Ortschaften, die alle ihre eigenen Besonderheiten aufweisen. So ist etwa Alaior die Produktionsstätte des bekannten menorquinischen Käses, Fornells ein ursprünglicher Fischerort mit Wassersportzentrum an einem natürlichen Meeresarm, Sant Lluis ein Gründungsstädtchen aus französischer Zeit, Es Mercadal der Ursprungsort der inseltypischen Zuckerbackwaren, Ferreries der höchstgelegene Ort mit mittelalterlichem Stadtkern und Es Migjorn eine authentischer Künstleroase.

In erster Linie ist Menorca jedoch für seine landschaftliche Schönheit und natürliche Ursprünglichkeit bekannt. 1993 wurde die Insel von der UNESCO zum Reservat der Biosphäre erklärt. Herzstück des Reservats ist der Naturpark S’Albufera des Grau an der Ostküste Menorcas, der zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet. Auf kleinem Raum vereint die Insel unterschiedlichste Landschaftsbilder, die aus vorgelagerten Inseln, wie der Illa d’en Colom bestehen, atemberaubender Steilküste (Cap de Cavalleria), kargen Heidelandschaften, wie in der Punta Nati oder beeindruckenden Höhlensystemen, wie die Cova d’en Xoroi, die heute eine der außergewöhnlichsten Discotheken der Balearen beherbergt.