La Palma
La Palma, auch bekannt als „la isla bonita“ (die schöne Insel), ist mit ihren 88.000 Einwohnern und 708 km2 Fläche die fünftgrößte und grünste Insel des kanarischen Archipels. Von üppigen Wäldern bis hin zu steilen Klippen, hinter denen sich Strände mit schwarzem Sand verbergen, überrascht die Insel ihre Besucher mit ihren ökologischen Schätzen und ihrer außergewöhnlichen Landschaft. La Palma wurde 2002 als erste Kanarische Insel zum Biosphärenreservat erklärt. Die Insel verfügt über eine Vielzahl geschützter Naturräume und im Landesinneren befindet sich der Nationalpark Caldera de Taburiente. Die bis ins Meer reichende Lava hat eine niedrige, felsige Küste mit kleinen, zwischen steilen Klippen versteckten Buchten geschaffen. Aufgrund ihrer großen Höhe im Verhältnis zu ihrer geringen Fläche gilt La Palma als eine der höchstgelegenen Inseln der Welt. Die Insel verfügt über hohe Berge wie den Roque de los Muchachos, der dank des modernen Observatoriums, das über eines der modernsten und spektakulärsten Teleskope der Welt verfügt, ein weltweiter Bezugspunkt für die Astrophysik ist.
La Palma ist – wie alle anderen Kanarischen Inseln auch – wegen des milden Klimas ein beliebtes Ganzjahresreiseziel. Aber vor allem im Sommer, wenn die Temperaturen auf dem Spanischen Festland, Italien oder Griechenland regelmäßig die 35-Grad-Marke überschreiten, suchen immer mehr Reisende nach Alternativen. La Palma, die grünste der Kanarischen Inseln, bietet genau das: ein angenehmes atlantisches Klima, das selbst im Hochsommer ausgeglichen bleibt — und ein Inselerlebnis fernab des Massentourismus. Im Vergleich zu vielen anderen Urlaubsdestinationen bleibt der Andrang auf La Palma im Sommer überschaubar. Von Juni bis August ist hier Nebensaison. Die ”Isla bonita” ist zudem keine Insel der großen Resorts. Viele Orte sind kleinteilig gewachsen, das Reiseerlebnis wird vom Alltag der Insel geprägt. Für Besucher bedeutet das: mehr Raum, weniger Lärm, ein Tagesrhythmus zwischen Bewegung und Erholung.
Der Atlantik prägt den Sommer auf La Palma. Entlang der Küste laden schwarze Sandstrände und kleine Badebuchten wie Puerto Paja in Puntallana zum Baden ein. Besonders beliebt sind die sogenannten Charcos — natürliche Meerwasserbecken vulkanischen Ursprungs wie der Charco Azul in San Andrés y Sauces. Im Inselinneren wechseln sich Klimazonen auf engstem Raum ab: Der Norden ist geprägt von dichten Lorbeerwäldern wie dem Bosque de Los Tilos mit schattigen Wegen und tiefen Schluchten. Wanderregionen wie der Nationalpark Caldera de Taburiente oder der Pico Bejenado verbinden bewaldete Täler mit vulkanischen Höhen. Am Roque de los Muchachos auf 2.426 Metern schweift der Blick über das Wolkenmeer — zugleich einer der bedeutendsten Orte Europas für Sternbeobachtungen.
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La Palma
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